Z petrografji soli kamiennej w Bochni

Bronisława Kusto

Abstract


Zur Petrographie des Steinsalze von Bochnia

1) Die Verfasserin hat das Steinsalz aus Bochnia in chemischer und mineralogischer Hinsicht untersucht Die chemischen Analysen dieser Salze zeigen, dass zwischen den südlichen und den nördlichen Teilen des Lagers, sowie auch im Westen und Osten dieses Lagers die Salzarten keine bedeutende Unterschiede aufweisen. Diese Salze geben im Wasser fast gar keinen Rückstand. Die im Wasser unlöslichen Teile sind gewöhnlich Quarz, Chalcedon, Tonteilchen, sowie Schwerminerale wie Zirkon und Turmalin. Die mineralogische Zusammensetzung ist durchschnittlich folgende: Steinsalz — 97,50%, Anhydrit — 1,18%, Kieserit — 0,25%, Kalkspat — 0,07%, Suspension (Alophane)— 1,08%. In den Salzen, welche aus der Kammer „Orzechowski“ stammen, befindet sich mehr SO(4), als nötig wäre zur Bindung des Ca und Mg auf Sulfate; der Überschuss muss daher als Na(2)SO(4) gebunden werden. In welcher Mineralform diese Verbindung existiert, konnte es auf mikroskopischem Wege nicht festgestellt werden. Die Struktur des Steinsalzes ist im allgemeinen kleinkörnig. Dieser Haupttypus des Steinsalzes von Bochnia entspricht dem „Szybiker Salz“ von Wieliczka. Dieses Salz ist vorwiegend farblos, Aveiss, manchmal ganz durchsichtig. Neben der Tonschicht treten grobkörnige Salze hervor, von grauer Färbung und bräunlicher Schattierung. Diese Salze nennt man „grüne Salze“. Chemische Unterschiede zwischen diesen Salzarten wurden nicht festgestellt. Es existieren also nur Strukturunterschiede. In manchen Kammern kann man kontinuierlich Übergänge vom „szybiker“ in „grünes“ Salz und umgekehrt beobachten. 2) Ausser dem Steinsalz hat die Verfasserin auch die Spaltsalze (Fadensalze) untersucht, welche sehr zahlreich in dem Bergwerke von Bochnia Vorkommen. Die Analysen zeigten keinen chemischen Unterschied zwischen diesen Salzen und denjenigen, welche Schichten bilden. Nur in manchen Spaltsalzen wurde ein grösserer Gehalt von Mg und Ca festgestellt. Solche Salze haben einen bitteren Geschmack, welcher vom MgSO(4). 7 H(2)O herrührt. Die gelbe Färbung mehrerer Spaltsalze stammt von Ferrisalzen, was auch aus den chemischen Analysen ersichtlich ist. 3) In dem feuchten Ton der Grube treten an den Risspalten Gypsschichten auf. Es ist fast chemisch reiner Gyps, denn der Gehalt an Beimischungen ist verschwindend klein. Die Schichten von Gyps sind fast ganz farblos. Anhydrite treten in Bochnia zwischen den Salzschichten in kugelartigen Aggregaten auf, oder im Ton im charakteristischen Gekrösestein. 4) Diese Anhydrite sind blau oder lasurblau. Ihre chemische Zusammensetzung ist folgende: SiO(2) — 0,201%, Al(2)0(3) — 0,101%, Fe(2)O(3) — 0,150%, CaO — 40,557%, MgO — 0,876%, SO(3) — 57,050%, H(2)0 — 1,329%. Die meisten Anhydrite von Bochnia weisen unter dem Mikroskope Strukturunregelmässigkeiten auf. Diese rühren daher, dass manche Partien in Gyps übergangen sind. Diese Anhydrite sind verhältnismässig leicht im Wasser löslich. Nach dem Ätzen im Wasser durch 24 Stunden, bei normaler Temperatur, haben sie 16,25 Gewichtsprozent verloren.

Full Text:

PDF