Z badań petrograficznych złoża solnego w Kałuszu

Jan Kuhl

Abstract


Zur Kenntnis der Petrographie des Salzlagers von Kałusz

Es wurden die Tiefbohrungen „Potas I“ und „Potas IV“ in Kałusz mineralogisch und chemisch untersucht. I. In der Salzfolge, welche durch die Bohrung Potas I erschlossen wurde, hat der Verfasser auf Grund dieser Untersuchungen sieben Salzkomplexe, welche in einzelne Horizonte geteilt werden können, ausgeschieden. 1) Im Hangenden dieser Salzfolge erscheint der Salzton von 230 m Mächtigkeit in einer Tiefe von 257’70 m, welcher mit Anhydrit-Haliten (Anal. Nr 1) beginnt und mit Polihalit-Anhydrit- Kieserit-Haliten endet (Anal. Nr 2). 2) Der folgende Sylvinitkomplex von 4 m Mächtigkeit lässt sich in drei Horizonte einteilen und zwar: a) Sylvinite (Anal. Nr 3—7), b) Sylvin-Kainit-Halite (Anal. Nr 8— 10), c) Kainit-Sylvin-Halite (Anal. Nr 11— 12). 3) Oberer Kainit, 170 m stark. Der Mineralbestand der einzelnen Horizonte dieses Komplexes entspricht den Kainit-Polihalit- Haliten (Anal. Nr 13— 14), Kainit-Kieserit-Polihalit-Haliten (Anal. Nr 15), beziehungsweise den Kainit-Haliten (Anal. Nr 16). 4) Mittlerer Salzton, 5 m stark. Er enthält Polihalit-Halite (Anal. Nr 17—23), mit Ausnahme des niedrigsten Horizontes, wo ein Sylvin-Halit vorkommt (Anal. Nr 24). 5) Sylvin-Polihalit-Halite von 25 cm Mächtigkeit (Anal. Nr 25). 6) Unterer Kainit, 530 m stark. Besteht im Hangenden aus Kainit-Polihalit-Kieserit-Haliten (Anal. Nr 26—30) im mittleren Teil aus Halit-Kieserit-Kainiten (Anal. Nr 31—33), im Liegenden aus Kainit-Haliten (Anal. Nr 34—35). 7) Unterer Salzton, 39 m stark. Enthält in den oberen und mittleren Horizonten Polihalit-Halite (Anal. Nr 36—43) und im Liegenden Halit-Polihalite (Anal. Nr 44—48). II. Im Salzkomplex, welcher durch die Bohrung Potas IV in einer Tiefe von 239'— m festgestellt ist, wurden ausgeschieden: — 233 - 1) Im Hangenden: Salzton von 0'50 m Mächtigkeit, Polihalit- Kainit-Halite enthaltend (Anal. Nr 49). 2) Obere Carnallit-Sylvin-Halite, 2 m stark, bestehend aus Carnallit-Halit, Sylvin, Kainit und Polihalit (Anal. Nr 50). 3) Sylvinit, 0*80 m stark, einem Anhydrit-Hartsalz entsprechend. 4) Untere Carnallit-Sylvin-Halite, 2 m stark, mit Sylvin-Kainit- Carnallit-Anhydrit-Haliten im Hangenden (Anal. Nr 52) und Anhydrit- Carnallit-Sylvin-Polihalit-Haliten (Anal. Nr 53) im Liegenden. 5) Sylvin-Halite, 3 m stark, mit hangenden Sylvin-Anhydrit- Polihalit-Kainit-Haliten (Anal. Nr 54) und liegenden Anhydrit- Sylvin-Haliten (Anal. Nr 55). 6) Unterer Salzton, etwa 9 m stark beginnend mit Polihalit- Anhydrit-Haliten (Anal. Nr 56), im mittleren Teile Anhydrit-Polihalit- Halite enthaltend (Anal. Nr 57) und mit Polihalit-Anhydrit- Halite im Liegenden. Ein Vergleich der Ergebnisse von Potas I und Potas IV ergibt nachstehende Differenzen: 1) Im Bereiche der Bohrung Potas IV vermissen wir die Kainit- Halite und in der Bohrung Potas I dagegen die Carnallit-Halite. 2) In den Sylvin-Haliten aus der Bohrung Potas I ist der Anhydrit nur in kleinen Mengen enthalten (maxirnum etwa 5%), in ebensolchen Haliten aus Potas IV, übertrifft quantitativ dieses Mineral den Polihalit. 3) Im Salzton und in den Haliten aus der Bohrung Potas IV fehlt der Kieserit und der Gehalt an Reichardtit und Kainit ist in diesen Haliten ebenfals geringer. 4) In dem unteren Salztone aus der Bohrung Potas I übersteigt der Gehalt an Polihalit alle anderen Bestandteile, während der Anhydrit fast vollständigt fehlt. In ebensolchem Salztone aus der Bohrung Potas IV, ist das Verhältnis vom Polihalit zum Anhydrit etwa wie 1:1 (Anal. 56, 57, 58).

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